Hochschularten

Das deutsche Hochschulsystem bietet seinen Studierenden fünf verschiedene Formen von Hochschulen.

Universitäten und gleichgestellte Hochschulen

Es existieren Universitäten, die sämtliche wissenschaftliche Fächer abdecken und den Universitäten gleichgestellte Hochschulen, deren Ausrichtung auf bestimmte Fachgebiete festgelegt ist. Hierzu gehören die Technischen und die Pädagogischen Hochschulen. An den Universitäten und den gleichgestellten Hochschulen wird der Großteil aller Akademiker/-innen ausgebildet.

Fachhochschulen

Die Fachhochschulen sind im Vergleich zu den Universitäten praxisorientierter. Sie bieten gewöhnlich eine kürzere Studienzeit und bereiten explizit auf die Ansprüche des Berufslebens vor.

Kunst-, Film- oder Musikhochschulen

Kunst-, Film- oder Musikhochschulen bieten eine offenere Studiengestaltung, die sich jedoch durch intensive Zusammenarbeit mit Betreuern/Betreuerinnen auszeichnet. Die Aufnahmebedingungen variieren je nach Hochschule, z. B. wird als Aufnahmeprüfung häufig ein Eignungstest durchgeführt, der eine besondere künstlerische Begabung bestätigen soll.

Private Hochschulen

Private Hochschulen machen nur einen kleinen Prozentsatz der Studienlandschaft aus. Vorteil eines Studiums an einer privaten Hochschule ist die Nutzung eines guten Wirtschaftsnetzwerkes, das den Eintritt ins Berufsleben erleichtert. Die Aufnahme an einer solchen Hochschule hängt zum einen vom Bestehen eines Auswahltestes ab und zum anderen von der finanziellen Situation der Bewerber, da Studiengebühren verlangt werden, deren Betrag deutlich über dem von staatlichen Institutionen liegt.

Duale Hochschulen

Die Dualen Hochschulen (auch Berufsakademien genannt) sind eine neue Form der Hochschule, die in den letzten Jahren verstärkt aufgetreten ist. Die Ausbildung findet hier nicht nur an der Hochschule, sondern auch in einem kooperierenden Unternehmen statt, ähnlich der nicht-akademischen Berufsausbildung. Die Phasen dauern in der Regel drei Monate. Duale Studiengänge werden meist in den Bereichen Wirtschaft, Technik und Sozialwesen angeboten.

Im Gegensatz zu den traditionellen Hochschularten erfolgt die Bewerbung nicht an der Hochschule, sondern an dem Unternehmen oder an der Einrichtung. Ob man sich nach der erfolgreichen Bewerbung an dem Unternehmen separat für die Hochschule bewerben muss, ist nicht einheitlich geregelt.

Vorteil des dualen Studiums ist der Praxisbezug der Studierenden. In der Regel werden die Studierenden auch von dem Unternehmen übernommen. Ein weiterer Vorteil dieses Studiums ist der finanzielle Aspekt: die Studierenden befinden sich im Angestelltenverhältnis zu dem Unternehmen und werden auch vergütet.

Nachteil des dualen Studiums ist das eingeschränkte Angebot des aufbauenden Master-Studiums an Hochschulen. Des Weiteren können sich die Studierenden durch die Doppelbelastung durch Hochschule und Unternehmen stark unter Druck gesetzt fühlen. Oftmals wird auch die mangelnde Unabhängigkeit der Hochschulen kritisiert.

Hier finden Sie eine Übersicht über Duale Hochschulen in Deutschland und über Duale Studiengänge in Deutschland. Weitere Informationen zu Dualen Studiengängen finden Sie unter www.duales.de